Ein Segeltörn Sardinien ist ein Versprechen: glasklares Wasser, schützende Buchten, Felsen in warmen Farben und Abende an Deck, an denen die Gespräche so leicht fließen wie die Brise. In diesem Erfahrungsbericht nehme ich dich mit auf unseren letzten Törn der Saison – von Olbia über das La-Maddalena-Archipel bis nach Korsika und zurück. Du bekommst Einblicke in Orte, Atmosphäre und Crew-Momente und erfährst, wie du dieses Erlebnis bei SÄIL einfach mitsegeln kannst. Start war in Olbia an Sardiniens Nordostküste – ideal, weil Flughafen und Hafen nah beieinander liegen. Von der Marina Cala dei Sardi im Golf von Cugnana segelten wir über Cala Portese (Isola Caprera) nach Porto Puddo, weiter nach Bonifacio (Südkorsika), über den Golfo de Santa Giulia zurück ins Archipel und schließlich nach La Maddalena und Cala dei Sardi. Dazwischen: Badepausen in smaragdgrünem Wasser, kurze Wanderungen an Land und Abende mit Blick auf Felsen und Sterne. Olbia ist mehr als „nur“ Anreiseknotenpunkt: eine lebhafte Hafenstadt mit historischem Kern, Promenade und Cafés, die morgens nach Espresso und Mandelgebäck duften. Von Stuttgart geht es für uns direkt nach Olbia; am Abend treffen wir uns im kleinen italienischen Restaurant „Pizza & Pasta“. Al dente, herzlicher Service – der perfekte Auftakt. Wir spüren sofort: Ab jetzt gilt Inseltempo. Mit dem Bus (Linie 604) Richtung Portisco, dann zu Fuß zur Marina Cala dei Sardi. Die Anlage liegt ruhig im Golf von Cugnana, umgeben von Pinien – ideal als Startbasis. Überraschung: Unsere Beneteau Oceanis 51.1 (Bj. 2018) ist bereits um 13:00 Uhr übergabebereit. Check-in, Proviant verstauen, erster Rundgang: breite Cockpitbänke, sichere Gänge, viel Platz für gemeinsame Abende. Später zu Fuß nach Portisco ins „Matts Pizzeria & Steakhouse“ – der Weg ist im Dunkeln anspruchsvoll, eine Stirnlampe lohnt sich. Alternativ: kurz mit dem Dinghi rüber. Nach Frühstück und Sicherheitseinweisung trainieren wir Leinenwürfe – ruhig, konzentriert, mit humorvollen Aha-Momenten. Kurs auf Cala Portese (Caprera): eine der geschützten Buchten im La-Maddalena-Archipel, windabgewandt, mit hellem Sandgrund und türkisfarbenem Wasser. Vor Anker wird das erste Mal geschwommen; an Deck trocknen Handtücher in der Sonne, während die Crew über die nächsten Etappen plaudert. Es fühlt sich an wie: Wir sind angekommen – auf dem Meer. Wir starten früh, um den Sonnenaufgang auf See mitzunehmen. Cala Caribaldi (Caprera) zeigt Sardinien in Reinform: flaches, glasklares Wasser, heller Sand, runde Granitfelsen – ein natürlicher Infinity-Pool. Nach Badestopp und kurzer Ufererkundung geht es nach Porto Puddo (nahe Palau). Ankern ist wegen 15 m Tiefe und Seegras heikel; wir nehmen eine der gut betreuten Bojen (50 € pro Nacht, reservierbar über „Posti Barca Sardegna“). Bojenwart Peter begrüßt mit einem Lächeln – hier ist man unter Seglern. Der Sprung nach Korsika ist kurz – die Straße von Bonifacio öffnet sich, und plötzlich ragen weiße Kalksteinfelsen auf. Bonifacio gehört zu den Häfen, die man einmal im Leben gesehen haben sollte: eine enge, fjordartige Einfahrt, oben die Zitadelle auf einem Plateaurand, unten die Marina. Wir haben den Platz am Vorabend online reserviert; auf UKW-Kanal 9 koordinieren die Marineros präzise. An Land: Altstadtgassen, Treppen, Aussichtspunkte – und beim Abendessen im „Le Time“ der Blick über die Lichter der Stadt. Ein Hinweis aus der Praxis: Brotkörbe werden hier separat berechnet. 15–20 Knoten Wind schenken uns einen echten Segeltag. Golfo de Santa Giulia wirkt fast karibisch: helles, flaches Wasser in breiter Lagune, dahinter Dünen und duftende Macchia. Zwischen den Sandflächen liegen Felsköpfe knapp unter der Oberfläche – sicher, wenn man Tageslicht und Auge nutzt. Wir ankern, schwimmen, lassen die Gedanken treiben. Ein Ort für die ruhigen Momente eines Törns. Mit Westwind segeln wir entlang der korsischen Küste zurück Richtung Archipel. Kurzer Stopp an der Cala del Coccodrillo – Felsformationen wie Figuren aus Stein, Wasser wie flüssiges Glas. Der Pink Beach bleibt aus Naturschutzgründen tabu, doch schon die Kulisse ist ein Erlebnis. Ziel ist La Maddalena, Cala Gavetta: bunte Fassaden, Piazzas, flanierende Abendstimmung. Liegeplatz kostet 44,50 €; Duschen/Toiletten sind gegen Gebühr nutzbar – und das Eis auf der Piazza schmeckt nach Urlaub. Kurzer Tankstopp in Palau (45 €), dann Badepause in Punta Fico East – ein klarer, ruhiger Spot für den letzten Sprung ins Wasser. Zurück nach Cala dei Sardi segeln wir auf angenehmem Vorwindkurs. Später überrascht mich die Crew mit einem Geschenk – Momente, die zeigen, was Mitsegeln bei SÄIL ausmacht: Menschen, die sich auf dem Wasser finden. Taxi (am Vorabend in der Marina bestellen, ca. 50 €) zum Flughafen Olbia. Beim Start wirkt die Küste unter uns wie gemalt. Unser Segeltörn Sardinien endet, aber die Bilder bleiben: Felsen, Farben, Stimmen an Deck – und der Wunsch, bald wiederzukommen. Unsere SÄIL-Segeltörns sind für alle offen – ob allein, zu zweit oder als kleine Gruppe. Du musst keine Segelerfahrung mitbringen. Wir gestalten Route, Sicherheit und Miteinander so, dass du dich schnell als Teil der Crew fühlst: gemeinsam ankommen, lachen, segeln, genießen. Du willst diese Buchten, Farben und Abende an Deck selbst erleben? Beim nächsten SÄIL-Törn bist du dabei – ohne eigenen Aufwand, mit echter Crew-Atmosphäre. Die Plätze sind begrenzt.Segeltörn Sardinien – Mitsegeln, Route, Häfen & Erlebnisse
Inhalt
Route & Überblick unseres Segeltörns Sardinien
Törnbericht Tag für Tag
Freitag, 29.09.23 – Anreise nach Olbia: Ankommen im Inseltempo
Samstag, 30.09.23 – Cala dei Sardi: Einschiffen zwischen Pinien & Buchtblick
Sonntag, 01.10.23 – Cala Portese: Üben, Ankern, Abtauchen
Montag, 02.10.23 – Cala Caribaldi & Porto Puddo: Postkartenwasser & Bojenfeld
Dienstag, 03.10.23 – Bonifacio: Spektakel aus Fels & Festung
Mittwoch, 04.10.23 – Golfo de Santa Giulia: Türkisbecken mit Tageslichtpflicht
Donnerstag, 05.10.23 – Cala del Coccodrillo & La Maddalena: Küstenkino & Inselcharme
Freitag, 06.10.23 – Punta Fico East & Rückweg: Vorwind & Vorfreude
Samstag, 07.10.23 – Abschied in Olbia: Noch einmal Meerluft, dann Heimflug
Häfen & Buchten – was dich erwartet
Mitsegeln mit SÄIL – so bist du dabei
Jetzt deinen Platz für den nächsten Segeltörn Sardinien sichern
Impressionen vom Segeltörn Sardinien









